Tabak
aus dem Wiki der GRÜNEN JUGEND
Inhaltsverzeichnis |
Neuer Entwurf
- RaucherInnen-Abteile in EC/IC sind ein Beispiel wie es nicht funktioniert.
- Das Bordbistro noch viel mehr !
- Lösung: Raucherwagen mit einer besseren Lufttrennung als bisher kommen ans Ende und an den Anfang jeden Zuges, damit niemand ungewollt durchlaufen muss, aber die Raucher rauchen können, im restlichen Zug ist das Rauchen untersagt.
Das ist doch alles schon realisiert: Die Raucherwagen sind am Ende des Zuges, im Bordbistro darf ab bald nicht mehr geraucht werden
Was unten steht ist nur eine Ideensammlung.
Tabakpolitischer Grundsatzbeschluss
Tabak ist weltweit neben Koffein die Droge Nummer 1. Bei keiner anderen Droge gibt es soviele Abhängige und Tote, keine andere hat eine so große wirschaftliche Bedeutung und einen solchen Einfluss. Tabakpolitik muss das Ziel haben, die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Schäden wirksam zu mindern. Zentrale Elemente sind:
- Konsumeinstieg gerade bei Kinder und Jugendlichen verhindern oder hinauszögern
- Ausstiegshilfen anbieten
- Zusätzliche Konsumanreize wie Werbung verbieten
- Jugendschutz durchsetzen (Automaten abbauen)
- Nichtraucher schützen, mit eben jenem Ziel und nicht der unnötigen Ausgrenzung von Rauchern
- Raucher bei einem kontrollierten Konsum unterstützen
- Schaufensterpolitik und unnötige Diskrimierungen vermeiden
Ziel ist Abstinenz (speziell bei Eltern, Schwangeren und Frauen die die Pille nehmen) oder Mündigkeit (kontrollierter Genusskonsum).
Fakt ist:
- Jede Zigarette ist schädlich
- Jede jünger der Konsument, desto größer sind die Schäden
Wichtig ist nicht die Senkung der Raucherquote, sondern die Reduktion der Zahl der insgesamt gerauchten Zigaretten.
Erwachsene haben das Recht sich bewusst eine körperliche Schädigung zuzufügen.
Wir sind auch gegen ein Verbot der Droge Tabak.
"Gemäß der diagnostischen Kriterien der ICD 10 (International Classification of Diseases) gehen Batra und Fagerström von 14 Mio. tabakabhängigen Menschen in Deutschland aus."
"Täglich rauchende Jungen aus dieser Altersgruppe stiegen bereits im durchschnittlichen Alter von 11,7 Jahren in den Tabakkonsum ein. Das Einstiegsalter bei den täglich rauchenden Mädchen lag bei durchschnittlich 12,2 Jahren.
"Je früher der Einstieg in den Zigarettenkonsum erfolgt, desto schneller verfestigen sich bei den Jugendlichen regelmäßige Konsummuster."
"Im internationalen Vergleich der Raucherquoten bei Kindern und Jugendlichen nimmt Deutschland die Spitzenposition ein. Sowohl die deutschen 13-jährigen (10 %) als auch die 15-jährigen (28 %) täglichen Raucher führen ihre jeweilige Altersgruppe international an."
"Je früher der Einstieg in den Tabakkonsum erfolgt, desto größer ist das Risiko, im Laufe des Lebens ernsthaft an tabakbedingten Krankheiten zu leiden."
Quelle: DHS, Aktionsplan Tabak 2003
Tabakrauchen
5. Mio Tote p.a. in der EU Im Tabakrauch sind 4000 Substanzen
Abhängige Rauche müssen alle 1-2 Stunden rauchen um ihren Nikotinpegel im Blut von 30-40 ng/ml zu halten. Solche Personen müssen meist auch morgens sofort eine Rauchen weil sie voll auf Entzug sind. Der Nikotinentzug dauert Monate und ein Rückfall ist häufiger als bei Opioiten. Meist fällt Mehrfachabhängigen (Alkohol, Heroin, Medikamente, Tabak) der Verzicht auf Nikotin am schwersten von allen Süchten. Aus diesem Grund ist es nur selten möglich, bei Rauchern von "mündigen" Menschen zu sprechen.
Gesellschaftliche Schäden: Teuere (Kranken-)versicherungen, schlechte Luft
Entstehen durch Rauchen in der Summe tatsächlich finanzielle Schäden?
- http://www.krebsgesellschaft.de/rauchen_kosten,1055.html
- http://www.raucherportal.de/kosten/index.htm
Nichtraucherschutz
Wir brauchen in Deutschland einen gesetzlichen Nichtraucherschutz, der jedem eine Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglicht, ohne durch Tabakrauch belästigt zu werden. Dies gilt insbesondere würde Arbeitsplätze, öffentliche Gebäude (Schulen, Behörde, Sporthallen, städtische Vereinsräume ...) und den öffentlichen Personenverkehr. Orten an denen geraucht werden darf, dürfen auch nicht im Durchgangsbereich von Nichtrauchern liegen.
In allen geschlossenen Räumen muss es Abluft- oder Luftfiltersysteme geben.
Sind diese nicht vorhanden ist das Rauchen zu untersagen.
- Julia strich den Satz, Max hat in wieder rein
- Welchen Sinn sollte diese Streichung haben ? Wenn ich solche Systeme für Rauchräume einfordere ist doch klar dass sonst halt eben nicht mehr geraucht werden darf oder ?!? -- Max Plenert 20:10, 1. Mär 2006 (CET)
Alternativvorschlang: Das Rauchen in öffentlich zugänglichen Einrichtungen (Schulen, Bürogebäude, Behörden, Sporthallen, kulturelle Einrichtungen, Einkaufszentren, öffentliche Verkehrsmittel, Bars, Restaurants, etc.) ist verboten. Das Rauchen wird nur in abgetrennten Räumen erlaubt, die zudem über ein Abluft- und Luftfiltersystem verfügen müssen. Die Räumlichkeiten, in denen das Rauchen erlaubt ist, dürfen nicht mehr als 25% der Gesamtfläche der Einrichtung ausmachen. (Das Ganze geht über den ursprünglichen Antragstext hinaus, die Forderung ist IMHO aber gerechtfertigt, um dem erklärten Ziel einen großen Schritt näher zu kommen, Sebastian Wolf)
Ist 'Passivrauchen' wirklich so gefährlich?
http://www.zeit.de/online/2005/51/passivrauchen?page=all
http://www.forces.org/evidence/study_list.htm
http://www.raucherportal.de/warn/krank2.htm
Ausstiegshilfe
Orginalstoffabgabe für Abhängige Raucher.
Zur Abhängigkeit:
http://www.forestonline.org/output/Page134.asp
http://de.wikipedia.org/wiki/Nikotinabhängigkeit
Werbung
Werbung lenkt von den Gefahren des Rauchen ab und lässt Rauchen jugendliche oder als Abenteuer erscheinen, wer kennt nicht den coolen Malboromann? Die Freiwillige Selbstkontroller der Tabakindustrie wirkt nicht.
Die Werbung für Tabakwaren ist grundsätzlich zu verbieten. Wir kritisieren die fortlaufende Blockade der EU-Tabakwerbeverbotrichtlinie durch die Bundesregierung.
Soziale Bedeutung
Es sind die Armen und Ungebildeten, die besonders viel Rauchen...
Schulen
Um eine Schädigung und Belästigung von NichtraucherInnen zu minimieren, fordern wir die Einrichtung seperater gemeinsame Raucherecken für SchülerInnen und LehrerInnen an Schulen. Durch den gemeinsamen Konsum von Lehrerinnen und Schülerinnen ist auch automatische eine Alterskontrolle vorhanden. Es sollte keinen Unterschied zwischen den Rauchmöglichkeiten von Schülerinnen und Lehrerinnen geben. Eine Unterscheidung in Freizeit ("da dürft ihr") und Schule ("hier dürft ihr nicht") beißt sich mit unseren Vorstellungen einer Schule als einem Ort des Lernens und LEBENS. Ein absolutes Rauchverbot an Schulen lehnen wir ab. Dies würde zur Ausgrenzung und Kriminalisierung von Raucherinnen beitragen. Die rauchenden SchülerInnen würde nur scheinbar verschwinden, das Problem bleibt aber ungelöst.
Automaten
Die geplante Umrüstung der Zigarettenautomaten auf Chipkarten lehnen wir als unwirksame Maßnahme ab.
Wir setzen uns für ein Verbot von Zigarettenautomaten ein. Bis dies erreicht ist, fordern wir zigarettenautomatenfreie Bannmeilen um Schulen.
Inhaltsstoffe
Auf Zigarettenpackungen sind alle Zusatzstoffe anzugeben. Die Inhaltstoffe, die bis zu 20% des Zigarettenvolumens ausmachen, müssen systematisch analysiert werden. Stoffe, die besonders gesundheitsfährend sind oder im Verdacht stehen ein Nikotinabhängigkeit zu begünstigen sind komplett zu verbieten.
Verkauf
Tabakwaren sind nur noch mit einem Beipackzettel zu verkaufen. Dieser soll Informationen zu Inhaltsstoffen, Risiken und Tabakentwöhnung enthalten.
Förderung von Genusskonsum
Wie jede andere Drogen auch kann es bei Tabak kontrollierten Genusskonsum und abhängigen Suchtkonsum geben. Wir wollen Genuss fördern und vor Sucht schützen. Konsumrituale und soziale Regeln sollen dies unterstützen.
Das Problem dabei ist, dass Nikotin in den meisten Fällen schnell süchtig macht. Hat man erkannt, dass man leider nicht zu den wenigen Menschen gehört, die kontrolliert rauchen können, ist es auch schon zu spät. Der Ausstieg wird dadurch erschwert und um Jahre verzögert, weil es zu den Mechanismen jedes Drogenkonsums gehört (auch bei Alkohol), dass der Süchtige die Einsicht, süchtig zu sein, vor sich selbst mit allen Mitteln verleugnet.
Besser ist es, Genuss zu lernen: all die vielen herrlichen Dinge, die man genießen kann und die weder süchtig machen noch ungesund sind.
Tabaksteuer
Angesichts des explodierenden Schwarzmarktes und des grauen Marktes sind andere Instrumente einer erneuten Tabaksteuererhöhung vorzuziehen. Ferner sollte ein Teil der Tabaksteuer für Präventionsmaßnahmen zweckgebunden werden.
Vorschlag, Änderung Tabaksteuergesetz:
§ 4 (a)
Aufkommensverwendung, Aufkommensverteilung
Zehn von Hundert des Aufkommens aus der Tabaksteuer ist zur Finanzierung von Maßnahmen zur Tabakprävention und Behandlung Abhängiger der gesetzlichen Krankenkassen zu verwenden. Die Bundesregierung wird ermächtigt, das Verfahren zur Berechnung sowie zur Zuweisung des Geldes an die gesetzlichen Krankenkassen durch Rechtsverordnung zu regeln.
vgl. Alkopopsteuergesetz (Deutschland) und das Alkopopsteuergesetz
Tabakindustrie
Einfluss Bekämpfen!
Schluss mit der Schaufensterpolitik
Zu den unwirksamen Maßnahmen der letzte Jahre zählen wir:
- Festlegung einer Mindestgröße für Zigarettenpackungen auf 17 Zigaretten
- Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen
Grüne Meinungen
Terpe
- Rauchfreie Gastronomie: Freiwillige Selbstverpflichtung wurde umgesetzt, hat aber nicht viel bewirkt
Begründung
- Zum Thema Werbeverbot:
Zitat Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauchen: "Allein in Deutschland sterben jedes Jahr über 110.000 Menschen an den Folgen des Rauchens - jeden Tag über 300."
Beleg: http://www.raucherportal.de/warn/tod1.htm
Gegenmeinung: http://www.forces-germany.org/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=24
Werbung wirkt kaufstimulierend und bei Konsumgütern wie Drogen, die ab einem bestimmten Maß gefährlich sind, gehört sie VERBOTEN!
Obwohl die Tabakindustrie nicht mit Inhalten werben darf (Selbstverpflichtung), die speziell Jugendliche ansprechen, tut sie es trotzdem und hat dabei auch Erfolg !
Zitat Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauchen: "Werbung
Ein nicht zu unterschätzender Einfluss auf die Entscheidung, Raucher zu werden, kommt der Tabakwerbung zu. Dabei versucht die Tabakwerbung der letzten Jahre verstärkt, bisher weniger beachtete Gruppen gezielt anzusprechen. Der dramatische Anstieg der Lungenkrebstodesfälle bei Frauen um die Wende zum 21. Jahrhundert wird von Kritikern in einen Zusammenhang mit der Tatsache gebracht, dass in der Tabakwerbung verstärkt auf die Wünsche und Sehnsüchte junger Frauen angespielt werde. Im deutschen Funk und Fernsehen dürfen jedoch Zigaretten seit Jahrzehnten nicht mehr beworben werden.
Versuche mit Grundschülern, denen Werbespots von verschiedenen Zigarettenmarken gezeigt wurden, brachten erstaunliche Ergebnisse. Obwohl die Marke in den Filmen selbst unkenntlich gemacht wurde, konnten viele Kinder die einzelnen Spots klar bestimmten Marken zuordnen."
- Basisinformation zur Tabakwerbung
http://www.suchtundaids.bag.admin.ch/imperia/md/content/tabak/16.pdf U.a. zu den Themen:
- Die wirtschaftliche Bedeutung in der Schweiz: Eine Tabakwerbeeinschränkung hat kaum wirtschaftliche Auswirkungen!
- Die Wirkungen: Eine Tabakeinschränkung ist sehr wirksam!
- Die Wirkungen auf Jugendliche: Besonders bei Jugendlichen ist eine Werbeeinschränkung höchst wirksam
- Selbstbeschränkungen: Freiwillige Selbstbeschränkungen der Tabakindustrie sind wirkungslos!
- Tabakwerbung und Scheitern der freiwilligen Werbebeschränkungen der Tabakindustrie am Beispiel der Zielgruppe Frauen
- Kinderspezifische Tabakwerbung in Deutschland http://www.pneumologie.de/publikationen/Tabakwerbung.pdf
Ferner ein Zitat aus "Das Drogenfachgeschäft" (Beschlusslage der GJ): Werbung für Drogen Produktinformationen lassen sich in die Bereiche Sachinformation und absatzorientierer Werbung unterteilen. Werbung hat das Ziel den Absatz eines Produktes zu erhöhen – entweder durch Erhöhung des eigenen Marktanteiles oder durch das Wecken von zusätzlichen Bedürfnissen. Bei Produkten wie Drogen ist Produktwerbung grundsätzlich zu verbieten um die freie Entscheidung der Menschen nicht durch Anreize zu beeinträchtigen.
Diese Forderung ist vergleichbar mit dem Arztwerberecht sowie den Werbeeinschränkungen bei Apotheke, Arzneimitteln und Betäubungsmitteln.
Werbung für das Geschäft an sich und seine zusätzlichen Angebote, Internetseiten mit sachlichen Informationen über Drogen und Werbung ausschließlich über Nicht-Drogen sowie Drogenkonsumzubehör ist weiterhin unter der Beachtung des Jugend- und VerbraucherInnenschutzes möglich.
Rein nicht-absatzorientierte Konsumaufforderungen fallen unter das Recht auf freie Meinungsäußerung und sind deswegen legal, ihre Verbreitung kann aber durch den Jugend- und VerbraucherInnenschutzes eingeschränkt werden.
