Frauenkommission
aus dem Wiki der GRÜNEN JUGEND
Die Frauenkomission wurde auf dem 29. Bundeskongress in Würzburg eingesetzt und die dritte Frauenkommission auf dem Bundesausschuss 2009 in Berlin auf ein Jahr gewählt. Ihre Mitglieder sind Melanie Ort, Julia Löffler, Carola Wesbuer, Linda Michalek und Natalie Kajzer. Zudem ist Franza Drechsel als frauen- und genderpolitische Sprecherin kooptiertes Mitglied. Die derzeitige Frauenkommission hat es sich auch für das Jahr 2010 zur Hauptaufgabe gemacht, möglichst viele Landesmitgliederversammlungen zu besuchen, die Mitglieder dort für das Thema Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der Grünen Jugend zu sensibilisieren und dabei die gerade fertiggestellte Strukturevaluation vorzustellen.
Vorstellung der aktuellen Frauenkommission
Die Frauenkomission wurde auf dem 29. Bundeskongress in Würzburg eingesetzt und die dritte Frauenkommission auf dem Bundesausschuss 2009 in Berlin auf ein Jahr gewählt. Ihre Mitglieder sind Melanie Ort (19, Baden-Württemberg), Julia Löffler (22, Berlin), Carola Wesbuer (27, Berlin), Linda Michalek (27, NRW) und Natalie Kajzer (16, NRW). Zudem ist Franza Drechsel (21, Berlin) als frauen- und genderpolitische Sprecherin kooptiertes Mitglied.
Die derzeitige Frauenkommission hat es sich auch für das Jahr 2010 zur Hauptaufgabe gemacht, möglichst viele Landesmitgliederversammlungen zu besuchen, die Mitglieder dort für das Thema Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der Grünen Jugend zu sensibilisieren und dabei die gerade fertiggestellte Strukturevaluation vorzustellen. Außerdem sammeln wir weiterhin gute Konzepte für Frauenförderung, z.B. Mentoring-Konzepte oder Workshops für Seminare oder LMVen aus den Ländern und verbreiten sie weiter.
Außerdem beteiligen wir uns an der Überarbeitung der Satzung, wollen die frauen- und genderpolitischen SprecherInnen der einzelnen Landesverbände besser vernetzen und das frauenpolitische Angebot auf der GJ-Homepage bündeln und verbessern. Ein weiteres großes Projekt, das schon von unseren Vorgängerinnen angedacht war, werden wir dieses Jahr umsetzen: Ende April findet ein Weitersteigerinnenseminar statt. Nähere Infos dazu gibt es bald.
Tagesordnungen und Protokolle sowie eine Übersicht, wer von uns für welchen Landesverband zuständig ist, findet ihr im Wiki: http://wiki.gruene-jugend.de/index.php/Frauenkommission
Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt oder wir euch zu einer bestimmten Veranstaltung besuchen sollen, meldet euch einfach bei uns unter frauenkommission@gruene-jugend.de
Gleichberechtigte Grüße, eure Frauenkommission Natalie, Melanie, Julia, Linda und Carola
Aufgaben
Beschluss zur Einsetzung einer Frauenkommission
Zuständigkeiten Landesverbände
Landesmitgliederversammlungen im Überblick
Weltfrauentag
Aktuelle Arbeit
Einladung zum Frauen- und Gendertreffen auf dem Visionskongress in Göttingen
Du findest, Männer werden in der GRÜNEN JUGEND diskriminiert? Du hast keinen Bock, immer die Quotenfrau zu sein und fragst dich, was das alles noch soll? Oder setzt du dich für Frauenförderung ein? Du hälst die Frauenkommission für das überflüssigste Gremium der GRÜNEN JUGEND? Oder für das wichtigste?
Du willst mit Menschen aller Geschlechter diskutieren? Oder lieber erstmal nur mit Frauen? Oder nur mit Männern?
Egal, an welchem Punkt der Diskussion du stehst, komm zum Frauen- und Gendertreffen, informier dich und diskutier mit uns und anderen über Sinn und Unsinn von Frauenförderung und Gleichberechtigung in der GRÜNEN JUGEND im Jahr 2010 ;-)
Eure Frauenkommission
Linda, Julia, Melanie, Natalie, Carola und - kooptiert - Franza
Kontakt: frauenkommission@gruene-jugend.de
Satzungskommission
Protokolle Januar 2008-Juli 2009 und ab Dezember 2009
18.-20.04.2008 2. Treffen (Klausurtagung)
05.-06.06.2008 3. Treffen (Ostkongress)
Strukturevaluation der Frauenkommission
8.-10. Januar Klausurtagung in Berlin
Frauenpostkarte
Frauenförderungsinstrumente
Weitersteigerinnenseminar
Einen Bericht zum Seminar findet Ihr hier: http://www.gruene-jugend.de/themen/gleich/709589.html Wer mehr wissen will, wendet sich bitte an die Mitglieder des Frauen- und Genderrats.
Mentoring
- Mentoring-Konzept der GRÜNEN JUGEND Das Konzept findet Ihr auf der GJ Internetseit unter: http://www.gruene-jugend.de/302948.html
- Mentoring Programm der Heinrich Böll Stiftung NRW Die Ausschreibung des aktuellen Programms findet Ihr unter: http://boell-nrw.de/web/demokratie-gesellschaft-411.html
Vorstandspraktikum
Mädchen bewerben sich immer noch seltener für Ämter. Als ein Grund dafür sagen junge Frauen oft, dass sie nicht wissen ob sie dieser Aufgabe gewachsen sind. Auf der anderen Seite versuchen Vorstände und Mitgliederversammlungen oft Frauen, die erst neu dabei sind aber sehr viel Potenzial zu haben scheinen, sofort in Ämter zu wählen. Das kann überfordern. Ein wenig Planung von Seiten der Vorstände und somit Einblick und Übung für Unerfahrene sind ein guter Weg Frauenplätze zu füllen und Frustration zu vermeiden.
Ein Mittel ist ein Vorstandspraktikum. Vor allem weiblichen Neumitgliedern oder Interessentinnen kann so ein Einblick in die Vorstandsarbeit der GRÜNEN JUGEND gewährt und damit der Einstieg erleichtert werden. Darüber hinaus schärft ein unerfahrenes Mitglied, welches auch mal andere Fragen stellt, den Blick der Vorstandsmitglieder für routinemäßige Abläufe, die für andere unverständlich erscheinen. So könnten zusätzlich Erkenntnisse gewonnen werden, die sich auf die zukünftige Arbeit des Vorstands positiv auswirken.
Fragt doch einfach bei Eurer nächsten Mitgliederversammlung, ob es Frauen gäbe, die enger in die Organisation und Koordination eingebunden werden möchten. Mögliche Ansatzpunkte sind hierbei:
- Teilnahme an einer Vorstandssitzung
- Übertragung kleinerer Aufgaben
- Beteiligung an der Entwicklung von Material
- Mitnehmen zu Vernetzungstreffen auf Bezirksebene oder zu anderen Treffen mit anderen Jugendparteien und politischen Organisationen
- Beteiligung an der Pressearbeit (z.B. Erstellen von Pressemitteilungen)
(Passagen entliehen aus dem Frauenförderungsreader der GJ Bayern, danke!)
Frauen- und Gendertreffen als Teil von Versammlungen
Alle mehrtägigen Mitgliederversammlungen und Kongresse sind der ideale Ort für die Basis sich mit Frauenförderung und Geschlechterverhältnis auseinanderzusetzen:
Als Vorbereitung auf ein solches Treffen ist es sinnvoll Zahlen über die Geschlechterverhältnisse in Eurem Verband zusammenzutragen. Wie hoch ist der Anteil der Frauen/Männer im Verband? Wie viele Frauen waren bei den letzten drei Mitgliederversammlungen prozentual? Wie viele Anträge/Änderungsanträge werden von Frauen/Männern eingereicht? ...
Und so sah der Ablauf eines Frauen- und Gendertreffens in NRW und auf dem Buko im Mai 2010 in Göttingen aus:
Liebe HelferInnen, vielen Dank für Eure Unterstützung. Anbei findet Ihr alle nötigen Information für das Treffen. Das Treffen dauert eine Stunde (besser sind 1,5-2 Stunden).
Wir werden uns zunächst in 3 Räumen sammeln (ein Frauenraum, ein gemischter Raum, ein Männerraum). Je nach Andrang werden wir die drei Gruppen (Frauen-, Männer-, gemischte Gruppe) weiter teilen. Die Personenzahl der Kleingruppen hängt stark von der Gesamtanzahl der InteressentInnen ab. Wir gehen von 10 bis 15 Personen pro Gruppe aus. Jede Gruppe soll ein bis zwei ModeratorInnen haben.
Ablauf in den Kleingruppen Das Ziel ist, dass die Teilnehmenden verstehen, dass Frauen strukturell diskriminiert werden. Eine Analyse von Geschlechterverhältnissen ist gewünscht. Meinungsverschiedenheiten sollen produktiv ausgetauscht werden. Es sollte einen Einblick in die Frauenförderungsinstrumente der GJ entstehen.
Das Treffen ist wie folgt geplant: 1. Vorstellungsrunde mit kurzem Bericht aus den Basisgruppen in Bezug auf Anteil der Frauen und aktuelle Situation (ca. 10-15 Min)
2. Es werden Plakate ausgeteilt auf die wir vorher provokante, dikussionsanregende „Thesen“ (s.u.) schreiben.
3. Alle können sich nun frei im Raum bewegen und Gedanken auf die Plakate schreiben. Es soll so eine stille Diskussion enstehen. Dieses Format hilft auch stilleren Teilnehmenden Raum zu geben.(10-15 Min)
4. Nun soll anhand des Niedergeschriebenen eine offene Diskussion folgen. (20 Min)
5. Die LeiterInnen ziehen abschliessend ein Fazit, dabei soll auf die Instrumente der Frauenförderung hingewiesen werden. Letzte Fragen sollen gestellt und beantwortet werden. (10 Min)
Da Diskussionen immer länger als geplant verlaufen, haben wir einen Puffer von 10 Min eingebaut.
Mögliche Thesen für die Plakate: „Männer reden besser“
„Männer werden in der GRÜNEN JUGEND diskriminiert“
„Frauenfoerderung verhindert „echte“ Gleichberechtigung“
„Junggrüne Frauen brauchen keine Quote“
„Frauenplätze gibt’s umsonst“
Frauentreffen, Frauenfrühstück, Frauenforum - Ein reines Frauentreffen auf Landes- und Ortsebene
Ein Vormittag, Nachmittag, Abend an dem nur Frauen eingeladen sind, um sich unter sich über Themen jeder Art, Frauenthemen oder Frauenfördeung zu unterhalten.
Solch ein Treffen bietet mehrere Vorteile:
- Der Schutzraum sich als Frau nur unter Frauen zu bewegen ist immer noch ein Wert an sich. - In einem solchen trauen sich Frauen häufiger über Unsicherheiten und diskriminierende Strukturen zu sprechen. - Festzustellen, dass bestimmte Probleme oder Hürden nicht nur jeder einzelnen, sondern immer noch mehreren Frauen begegnen, stärkt. - Solidarität unter Frauen kann so gefördert werden. - Ein informeller Teil gibt Frauen Raum, Netzwerke zu knüpfen.
Beispiele:
Einladung zum Frauenforum 2010 der GRÜNEN JUGEND NRW am 12. Juni 2010 von 11.15 bis 17.30 Uhr in Bochum Das Frauenforum der GRÜNEN JUGEND NRW bietet: - Raum für Fragen, die uns Mädels wirklich interessieren, - Raum, um Kontakte zu anderen jungen Frauen in unserem Verband zu knüpfen, - Raum, um während eines gemütlichen und informellen Treffens neue Leute kennen zu lernen oder alte Bekannte wieder zu treffen. Also, junge Hüpferinnen und alte Häsinnen, bringt eure Freundinnen mit und begebt euch nach Bochum ins KV-Büro der Grünen. Lasst uns zusammen einen spannenden und gemütlichen Nachmittag verbringen.
Was passiert genau? Ab 11.15 Uhr Get together: Kennenlernen und Austauschen bei einem kleinen Umtrunk
12.00 – 14.00 Uhr Workshop: Frauen im Islam, Judentum und Christentum
14.00 - 15.30 Uhr Mittagspause mit Selbstversuch
15.30 - 17.30 Uhr Diskussion und Austausch über die Erfahrungen
Kaffeeklatsch, Tupperparty, Emanzentreff? – Wo denkt ihr hin? Junge Frauen sind heute ja meist sehr selbstbewusst und daher fragen sich vielleicht einige von euch, warum gerade die GRÜNE JUGEND – bei der die Gleichberechtigung tatsächlich sehr vorbildlich ist – überhaupt zu einem expliziten Frauentreffen einlädt. Genau diese Frage haben wir uns auch gestellt. Aber, wenn man genauer hinsieht und vor allem, wenn man über den politischen Rand der GRÜNEN (JUGEND) hinausguckt, kommt man immer wieder in Situationen, in denen es eben doch einen Unterschied macht, dass wir Frauen sind; von Benachteiligungen in der Arbeitswelt ganz zu schweigen. So sind z.B. wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Professorinnen an den Universitäten und Fachhochschulen noch immer deutlich in der Minderheit!
Ganz konkret haben wir uns für dieses Jahr den Schwerpunkt Frauen und Religion gesetzt. Wenn über Gleichberechtigung und Geschlechterrollen geredet wird, gibt es gerade in den drei großen monotheistischen Religionen (Religionen mit nur einem Gott) Judentum, Islam und Christentum, viele Überlieferungen, mit denen man sich kritisch auseinander setzen kann und muss. Wir schauen uns daher die Rolle der Frauen in diesen Religionen genauer an und versuchen der Frage nachzugehen, ob in den heiligen Schriften Frauen eine minderwertige gesellschaftliche Rolle zugeschrieben wird. Diese Schriften sind jedoch sehr alt – wie gehen moderne Frauen mit der von den Religionen zugeschrieben Rolle um? Gerade das Kopftuch ist hierbei ein viel diskutiertes Thema: Schutz vor Männerblicken, Unterdrückung der Frau oder doch einfach nur Ausdruck des tiefen Glaubens? Darüber wollen wir mit euch diskutieren.
Wir freuen uns auf euch!
Geschlechtergerechte Sprache
Studien über den Zusammenhang von Sprache und Denken haben deutlich gezeigt, dass geschlechtergerechte Sprache notwendig ist, damit Männer und Frauen gleich repräsentiert werden: Eine Gruppe von Testpersonen wurde nach berühmten Politikern, Schriftstellern usw. gefragt, eine zweite Gruppe nach berühmten Politikerinnen und Politikern, Schriftstellerinnen und Schriftstellern usw. Von der zweiten Gruppe wurden bis zu einem Drittel (!) mehr Frauen genannt. Durch geschicktes Formulieren lässt sich auch die oft kritisierte Lesbarkeit verbessern (z.B. "Teilnehmende" statt "Teilnehmerinnen und Teilnehmer" oder "wir" statt "man"), so dass wir euch darum bitten sämtliche politische Kommunikation, schriftlich oder mündlich, insbesondere Pressemitteilungen, zu gendern. Versucht auch privat geschlechtergerechte Sprache zu nutzen. Das wird leichter im Laufe der Zeit und fällt immer wieder positiv auf.
(Diese Passage stammt aus dem Frauenförderungsreader der GJ Bayern, die folgenden Link mit simplen wie hilfreichen Tipps gefunden haben: http://www.wien.gv.at/ma57/sprache/)
KandidatInnenvorstellung in Kleingruppen
Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen ...
