FF-Drogen:Die Werbefrage

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An dieser Stelle möchte ich über die Werbefrage diskutieren, bzw. über die Frage, wann Werbung verboten werden muss oder sollte.

Der beschlossene Antrag verlangt ein Verbot von absatzorientierter Bewerbung von Drogen und richtet sich damit vor allem gegen Alkohol und nikotinhaltige Substanzen. Die Frage ist, ob sich diese Richtlinie nicht konsequenterweise gegen eine Großzahl anderer Produkte wenden müsste.

Das Argument im Antrag war:

"Bei Produkten wie Drogen ist Produktwerbung grundsätzlich zu verbieten um die freie Entscheidung der Menschen nicht durch Anreize zu beeinträchtigen.Diese Forderung ist vergleichbar mit dem Arztwerberecht sowie den Werbeeinschränkungen bei Apotheke und Arzneimitteln."

Ich sehe folgendes Problem: Dieses Argument lässt sich auf so gut wie jedes andere Produkt auch beziehen. Werbung beeinträchtigt immer die freie Entscheidung, selbst wenn sie rein informativ ist. Ärzte unde Apotheken dürfen nicht wegen der sonst fehlenden freien Entscheidung werben, sondern, weil es keinen Wettbewerb auf einem so grundlegendem und gesellschaftlich bedeutendem Bereich wie der Gesundheitspolitik geben soll. Wettbewerb wäre hier im wahrsten Sinne tödlich. Daneben muss man allerdings bemerken, dass es mittlerweile etabliert, dass Werbung gemacht werden darf (z.B. [1])

Bei Formulierung

"Bei Produkten wie Drogen"

wirft bei mir die Frage auf, was Produkte sein sollen, die "wie Drogen" sind.

Ich persönlich bin auch für das Werbeverbot, aber vor allen Dingen, weil bestimmte Drogen extrem gesellschaftsschädigend sind. In Europa sterben beispielsweise 500.000 Menschen jährlich durch Tabakkonsum, davon in Deutschland alleine etwa 140.000. Aus diesem Grund ist es für mich offensichtlich, dass ein derart tödliches Produkt nicht beworben werden darf. Alkohol verursacht ebenso einen hohen Gesellschaftsschaden, etwa 40.000 Tote. Das sind kritische Werte. Das Problem: Auch andere Produkte erfordern Todesopfer, auch wenn es im Vergleich weniger sind. Die Grenze, die man also ziehen muss, ist dynamisch, sie ist nicht einheitlich, so dass man sagen könnte, die Gefahr trifft nur auf Drogen zu.

Die Frage ist also, wie wir das Verbot rechtfertigen können und wie weit ein Verbot gehen muss/soll.

Kurzfristig ist ein Verbot von Tabakwerbung durch gute Lobbyarbeit zu erreichen. Wir könnten uns mit anderen Verbänden in Verbindung setzen, um effektiver arbeiten zu können (möglicherweise besteht diese Verbindung schon und ich weiß nichts davon)

--Lucas 00:00, 24. Nov 2005 (CET)

Wäre das nicht eher etwas für das FaFo Wirtschaft ? Ich denke beim Thema Drogen sind wir uns einige, eine generelle Kritik an Werbung, Marken etc. ist zwar wichtig, aber keine Aufgabe des FaFo Drogen -- Max Plenert 10:39, 24. Nov 2005 (CET)

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Hm, natürlich ist das weitgreifend und wie ich schrieb betrifft es nicht ausschließlich Drogen, aber man kann es doch in diesem Kontext diskutieren. Wenn kein Interesse besteht könne wir das Thema auch gerne verschieben. --Lucas 19:00, 24. Nov 2005 (CET) Ich möchte hinzufügen, dass ich mich bei der Werbefrage speziell auf Drogen beziehe. Ich sehe gerade, dass das aus dem Kontext nicht eindeutig herauskommt. --Lucas 19:03, 24. Nov 2005 (CET)

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