Drogenmündigkeit (NDS: LAK)

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Inhaltsverzeichnis

Nachbereitung

  • Mit Härte gegen Gewalt? Kritische Anmerkungen zum Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Training; Albert Scherr; http://www.sozialarbeit.ch/dokumente/haerte_und_gewalt.pdf
    • 1. Dekontextualisierung und Personalisierung der Tat
    • Die vorliegenden Darstellungen von AAT und CT (Weidner 1993; Weidner/Kilb/Kreft 1997) verzichten auf eine systematische Auseinandersetzung mit den Theorien und Ergebnissen der sozialwissenschaftlichen Gewaltforschung. Die Frage nach den Ursachen und Gründen von Gewalt wird stattdessen mit dem stigmatisierenden (s.u.) Hinweis auf vermeintliche Eigenschaften der Täter beantwortet, womit Gewalt aus ihren sozialen Kontexten herausgelöst und als Ausbruch individueller Aggressionsneigungen dargestellt wird, und selbst die biografische Genese solcher Neigungen findet wenig Aufmerksamkeit. Dieser analytischen Dekontextualisierung korrespondiert ein Interventionskonzept, das individualtherapeutisch ausgerichtet ist und darauf setzt, dass -->> Persönlichkeitseigenschaften in einer Weise verändert und verankert werden können, die jeweilige Adressaten dazu befähigt, künftig situationsunabhängig kontrolliert und diszipliniert mit den ihnen zugeschriebenen Aggressionsneigungen und Gewaltpotentialen umzugehen. <<-- Die sozialwissenschaftliche Einsicht, dass es sich bei der Gewalt junger Männer überwiegend um in bzw. aus Gruppen ausgeübte Gewalt handelt und es folglich erforderlich ist, die „Eigengesetzlichkeit und den Eigen-Sinn dieser Gruppen“ (Finkeisen/Kersten 1999: 8) zu begreifen wird damit ebenso ignoriert, wie die gesellschaftlichen Sozialisations-, Motivbeschaffungs- und Legitimationszusammenhänge solcher Gewalt (insbesondere: Männlichkeitsideologien, Gewaltlegitimationen, Feindbilder) keine Berücksichtigung finden. Restituiert und zum therapeutischen Ziel erklärt wird ein klassisch-männliches Subjektmodell: Das Modell des selbstbeherrschten autonomen Individuums, das seine eigenen Emotionen und Triebe diszipliniert und kontrolliert, sich in unterschiedlichen sozialen Kontexten selbstbewusst behauptet und geltende Normen anerkennt. Nicht nur an der Realitätstüchtigkeit dieses heroischen Subjektmodells ist zu zweifeln, es ist darüber hinaus auch die Frage aufzuwerfen, was eine Interventionsstrategie rechtfertigt, durch die Individuen „konsensfähig, sozialverträglicher oder sogar sozial nützlich“ (Heilemann 1997: 57) werden sollen, ohne die sozialen Verhältnisse wenigsten analytisch einzubeziehen, in die hinein jeweilige Teilnehmer nach Abschluss des Trainings entlassen werden.

Die Grenzen der Drogenmündigkeit

Die Fähigkeit zu Genießen und mit einem Rausch konstruktiv umzugehen, das Wissen über Drogen, ihre Wirkungen, Risiken und Nutzungsmöglichkeiten, das Talent seinen Konsum kontrolliert und mündig zu gestalten sowie damit verbundenen Risiken zu managen und mit Kritik konstruktiv umzugehen wird zusammenfassend Drogenmündigkeit genannt. Sie ist Ziel Drogenmündigkeit von Drogenerziehung und Anforderung an die Konsumentinnen aller Drogen. Sie soll das Ziel der Drogenpolitik die Probleme mit und wegen Drogen zu mindern erfüllen. Wieviel kann mensch allerdings von den Konsumentinnen verlangen, wo liegen die Grenzen der Mündigkeit und welchen Faktoren kommt ebenfalls ein Teil der Verantwortung zu? Die Konsumentin ist nicht alleine und sie konsumiert nicht im luftleeren Raum. Die Drogenkultur der Gesellschaft und die Drogengemeinschaften in der sie ihre Drogensozialisation erlebt hat bilden den Kontext des Drogenkonsums.

"Das Modell des selbstbeherrschten autonomen Individuums, das seine eigenen Emotionen und Triebe diszipliniert und kontrolliert, sich in unterschiedlichen sozialen Kontexten selbstbewusst behauptet und geltende Normen anerkennt", ist ein zweifelhaftes und realitätstüchtiges Subjektmodells eines Heros (Gestalten der griechischen und römischen Mythologie, meist halbgöttlicher Herkunft). [1]

Seminar

  • Seminar "Jugend und Mündigkeit"
  • Wann: 18 Uhr, Freitag, 9. Mai 2008 - 14 Uhr, Montag, 12. Mai 2008
  • Wo: GRÜNE JUGEND Niedersachsen Landesgeschäftsstelle; Odeonstraße 4; 30159 Hannover
  • Wer (VeranstalterIn): Grüne Jugend Niedersachsen

Tagesordnung

  • Tagesordnung:
    • Freitag
      • Ab 18 Uhr Anreise & Einkaufen
      • 19 - 21 Uhr: Überraschungsthema
      • Danach: gemütliches Beisammensein
    • Samstag
      • 9 Uhr Frühstück, 14 Uhr Mittagessen, 18 Abendessen
      • Kommunikation von Jugendlichen (Distanz und Nähe)
      • Kritische Kinder- und Jugendarbeit (Kritik an der heutigen Sozialen Arbeit), Cliquen, Szenen und Subkulturen
      • Wie hat sich Jugend in den letzten dreißig Jahre
      • Bildungsbegriffe (mehr als nur Noten) in: Schule, Jugendhilfeeinrichtungen (Hort, Jugendföderung/pflege oder Ganztagsbetreuung usw) & Grüne Jugend
      • Brauchen wir Konzepte? Für eine theoretische Kinder- und Jugendarbeit
      • Soziale Kontrolle und Repression (staatliche)
      • Konzept der Jugendmündigkeit als Teilaspekt der Drogenmündigkeit
    • Sonntag
      • 9 Uhr Frühstück, 14 Uhr Mittagessen, 18 Abendessen
      • Lebensstil und Drogen: Konsumieren oder nicht Konsumieren: Mit (als Kiffer, Fixer etc. ) Drogen leben, Straight Edge und Co.
      • Drogenerziehung und Drogensozialisation statt Drogen-/Suchtprävention, das Ziel Drogenmündigkeit
      • Drogenkultur und Drogengemeinschaft in der GJN
      • mit Eltern über Drogen reden
      • Have good a trip
      • Psychedelische Ambulanz
    • Monntag
      • 9 Uhr Frühstück, 14 Uhr Mittagessen
      • Verschiedenes bis 14 Uhr

Themen

Drogenerziehung statt Drogen-/Suchtprävention

Drogenerziehung soll helfen folgende Dinge fördern:

  • Genuss- und Rauschfähgigkeit, Psychonautik = Wie konsumiere ich die Drogen um den maximalen positiven Effekt = Genuss/Rauch zu erzielen, Genuss ist das Gegenteil von Sucht, Psychonautik bedeutet zu lernen mit einem Rausch umzugehen
  • Kontrollierter Konsum = Selbstregulierter, mündiger, nicht abhängiger, stabiler, regelgestützter und genussorientierter Konsum
  • Drogen-/Rauschkunde = Sachgerechte Kenntnisse über Drogen und deren Wirkungen und die jeweiligen Konsumtechniken/-möglichkeiten mit deren Unterschiede/Vor-/Nachteile
  • Risiko- und Kritikfähigkeit = Regeln für einen sozial und persönlich verantwortlicher Konsum entwickeln und einhalten, unnötige Risiken (im Vorfeld) vermeiden, eigenes Verhalten alleine und mit anderen konstruktiv und kritisch reflektieren

Zusammengefasst werden diese Fähigkeiten Drogenmündigkeit genannt.

Angebote wie Seminare, Informationsmaterial, Austauschmöglichkeiten wie Mailingliste und AK Drogen Treffen

Ideen dazu

Das Ziel ist Drogenmündigkeit. Der Weg ist die Sozialisation. Das Mittel ist die Erziehung.

Zielgruppe ist nicht die Jugendliche, die zu Erwachsenen werden sollen, sondern die Unmündigen.

Die Sozialisation (aus dem Lateinischen, sociare = verbinden) ist die Entwicklung der Persönlichkeit in Interaktion mit seiner Umwelt, also der Gesellschaft insgesamt sowie dem spezifischen sozialen Umfeld, speziell Eltern und Peers sowie die soziale Einbindung des Individuen in seine Umwelt. Die Entwicklung umfasst das Sammeln von Erfahrungen und die Übernahme von Verhaltensweisen. Sozialisation umfasst sowohl die absichtsvollen und planvollen Maßnahmen (=Erziehung) als auch die unabsichtlichen Einwirkungen auf die Persönlichkeit. Sie bewirkt die Entstehung von Handlungsorientierungen und damit einer sozialen Identität, die sich an Normen und Werte orientiert. Eine Sozialisation ist für das Individium erfolgreich, wenn es sich seinem spezifischen Umfeld orientieren und handeln kann. Da sich das Umfeld ändert, ist die Sozialisation die völlig abgeschlossen. Diese Änderung kann von Außen kommen, aber auch das Indivium kann durch Interaktion aktiv sein Umfeld gestalten.

Erziehung (lt. Duden von ahd. irziohan = herausziehen) sind absichtsvolle und planvolle Maßnahmen zur Förderung der Entwicklung und Sozialisation. Während in der Erziehung durch Eltern und die Schule hierarchisch ist, ist bei der Drogenerziehung die Rolle von Erzieherung und zu Erziehendem vielfältig. Eine eigenständig handelte Person kann sowohl auf Fachmann und Erzieher zurückgreifen als auch durch Selbstorganisation und Interaktion mit seinem Umfeld und speziell Peers sich selbst erziehen. Drogenerziehung besteht aus der Vermittelung von Wissen, der Unterstützung der Sozialisation sowie Hilfsangebotem bei Problemen in der Sozialisation.

Das Ziel ist nicht Abstinenz, vgl. "Die meisten Eltern und Erzieher leben der Ansicht, dass die Sittlichkeit der Jugend beider Geschlechter am besten durch Nichtwissen bewahrt werde." - Fanny Lewald, Meine Lebensgeschichte (Fanny Lewald (* 24. März 1811 in Königsberg (Preußen) als Fanny Marcus; † 5. August 1889 in Dresden) war eine der bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen des Vormärz.)

Have a good trip!

  • How to have a good trip! - Über den risikoarmen Konsum psychedelischer Substanzen
    • “Wie lange wird es wohl dauern, bis wir es lernen, die Drogen nicht zu fürchten, sondern sie zu genießen?â€? - Stephan Quensel (ehemaliger Direktor des Instituts für Drogenforschung an der Universität Bremen) in „Zehn Thesen zu einer anderen Art der Drogen-Prävention“
    • Niemand soll anregt werden Drogen zu konsumieren, sondern es sollen lediglich die informiert werden, die diese Entscheidung bereits für sich selbst getroffen haben. Wer psychotrope Substanzen konsumiert und deswegen in seinen Urteilsvermögen eingeschränkt ist, trägt trotzdem weiterhin die Verantwortung für sein Handeln. Wer mit anderen Menschen konsumiert, trägt auch eine Mitverantwortung für das was den anderen geschieht.

Fragen über Fragen

    • Welche Substanz wird in welcher Dosis konsumiert?
    • Wie oft wurde die Substanz von der betreffenden Person bereits konsumiert?
    • Wie viel Erfahrungen hat die Personen mit dem Konsum anderer Substanzen
    • Mit wem konsumiert die Person?
    • An welchem Ort wird konsumiert?
    • Wie geht es der konsumierenden Person?

Drug & Set & Setting

  • Grundbedürfnisse: Essen, Trinken, Wärme, Kuschel, Ruhe, Musik, Gemütlich
  • Tätigkeiten während des Rausches
  • Befindlichkeiten klären
  • Geht es dir gut, gibt es Dinge die dich bedrücken?
  • Keine Probleme -> Genuss
  • Probleme -> Bei Pilzen: Verarbeiten, Pilze sind keine Verdrängungs- sondern eine Bewusstmachendroge
  • Ungestört von Eltern oder anderen
  • Verhalten miteinander
  • Was könnte passieren, was tun wir dann?
  • Wo sind die Grenzen? Welche mündigen Entscheidungen müssen vor dem Rausch getroffen werden?

Theorie

  • Konzept der Drogenmündigkeit
    • Kritikfähigkeit, Rauschkunde, Risikofähigkeit, Genussfähigkeit
      • Welche Risiken gibt es? Welche können wie vermindert werden? Was tun wenn?
      • Wozu konsumieren? Genuss? Erfahrung? Spirituelles? Druff sein?
  • Drug, Set, Setting von Zinberg, Leary et al.
  • Relexionsfähigkeit
    • Reflektieren, was war gut, was nicht so gut
    • Was hast du gefühlt / erlebt?
    • Wie hast du einzelne Ereignisse erlebt?
    • Was war überraschend?
    • Was ist passiert
    • Was hast du getan
    • Was würdest du heute tun
    • War das okay

Tripsitting und psychonautische Führung

  • (gegenseitige) psychonautische Führung
  • Erfahrung und Vertrauen (= Kompetenz + Sympathie), in beide Richtungen
  • Alleine konsumieren?
  • Beide konsumieren?
  • Zeitlich versetzt?
  • Es geht vorbei, bewusst machen dass eine Droge Ursache für die Veränderung ist
  • Aufeinander einlassen, auf Gefühle einlassen
  • Kontrolle ist weiterhin möglich
  • Traut euch



  • Gespräche über Konsummotivationen
  • Psychonautik

Psychedelische Ambulanz

Der Begriff Psychedelische Ambulanz

  • "Der Begriff Psychedelisch setzt sich aus griech. ψυχη (psychḗ, "Seele") und griech. δῆλος (dẽlos, "offenbar") zusammen, bedeutet also wörtlich einen Zustand, in dem "die Seele offenbart" wird. [...] Der Zustand wird häufig durch sogenannte psychoaktive Substanzen hervorgerufen, ist aber auch durch Meditation, Pranayama, Musik, Trancetanz bzw. im weitesten Sinn durch Selbsthypnose zu erreichen." - http://de.wikipedia.org/wiki/Psychedelisch
  • Ambulanz meint "ursprünglich die Bezeichnung für Feldlazarette"; hier eher "im Sinne von Ambulanzdienst; Anwesenheit von Rettungsdienstfahrzeugen und -mitarbeitern bei Großveranstaltungen (z. B.: Konzerte, Demonstrationen usw.)" - http://de.wikipedia.org/wiki/Ambulanz

Verhaltensregeln

  • Zeige Respekt und Achtung vor den anderen, ihren Bedürfnissen und Grenzen
  • Wir sind alle Teil dieser Veranstaltung, wir tragen alle Verantwortung füreinander
  • Drogenkonsum ist weder gut noch schlecht

Im Notfall

  • Keine Panik! Ruhe bewahren...
  • Ist der körperlichen Zustand okay? Dann ist das ein für uns lösbares Problem
  • Eine Person kümmert sich um eine Person, am besten vertraut oder befreundet, ansonsten wenn möglich gleichgeschlechtlich
  • Störende Umgebungseinflüsse beseitigen
  • Verständnisvolle Freundinnen/Partnerinnen einbeziehen
  • Aufbauende und hilfreiche Angebote machen, kein Zwang ausüben
  • Zuhören und Helfen, um die eigenen Probleme geht es gerade nicht
  • Danach: Selbst erstmal eine Pause gönnen
  • Wenn es an Wissen mangelt, Fachleute hinzuziehen, auch per Handy möglich

Wer braucht Hilfe?

Erfahrungswerte

Verschiedenes

  • Drogen im Recht
  • Schreibt hier eure Wünsche rein!

LMV Antrag - Überarbeitete Version

Wer abstinent lebt, sollte wissen warum, wer Drogen konsumiert erst recht! Um Drogen mündig zu konsumieren, benötigt der/die KonsumentIn:

   * Kenntnis über Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken der Droge und
     ihrer Konsumformen
   * Genuss- und Rauschfähigkeit
   * Fähigkeit mit Risiken umzugehen und diese möglichst zu minimieren
   * Reflektions- und Kritikfähigkeit
   * Kenntnis über die Wechselwirkung von Drug, Set und Setting (Drogen, Person und Umwelt)

Ziel ist die Fähigkeit des kontrollierten Konsums, also einer der selbstreguliert, regelgestützt, mündig und genussorientiert ist. Ein unmündiger Konsum kann genusslos und unangenehm, in einigen Fällen aber auch gefährlich für Körper, Geist und Seele sein. In jeden Fall aber sind unmündige DrogenkonsumentInnen nicht in der Lage das volle Potenzial der von ihnen konsumierten Droge zu nutzen. Menschen, die ohne genannten Kenntnisse auf den Konsum aller oder einiger Drogen verzichten, handeln ebenso unmündig.

Drogenkonsum ist weder gut noch schlecht, er kann Genuss und Bereicherung, ebenso wie Risiko und Einschränkung sein. Die Entscheidung über Konsum oder Abstinenz sollte jedes Individuum selbstständig für sich treffen. Eine Gesellschaft, deren Drogenpolitik Abstinenz als alleinige Umgangsform mit Drogen vorschreibt, entmündigt die BürgerInnen und verhindert eine selbstbewusste, kritische Auseinandersetzung mit dem Thema. Wir fordern eine akzeptierende Drogenpolitik, die die Menschen durch Angebote zur Förderung ihrer Drogenmündigkeit in ihrer Entscheidung unterstützt.

Drogenerziehung für alle!

Menschen, insbesondere Jugendliche, lernen den Umgang mit Drogen im Laufe ihrer persönlicher Entwicklung und Sozialisation, also durch:

   * Konsumieren, Experimentieren & Übertreiben
   * Darübersprechen & Feedback erhalten
   * Kennenlernen unterschiedlicher Drogen- und Konsumformen
   * vielfältige Entscheidungen für oder gegen einen Konsum
   * Erleben von verschiedensten Gelegenheiten und Bedingungen
   * Informieren, Nachfragen & Reflektieren

Wir als GJN wollen durch Angebote der Drogenerziehung einen Rahmen schaffen in dem eine gute Drogensozialisation mit dem Ergebnis Drogenmündigkeit stattfinden kann. Dies geschieht durch Informationsmaterialien, Seminare und die Schaffung von Plattformen für den Austausch von Erfahrungen und Informationen wie der LAK Drogen-Mailingliste und einem LAK-Treffen auf der LMV. Angebote der Drogenerziehung dürfen nicht auf eine kleine Gruppe von Menschen beschränkt sein, sondern müssen allen Mitglieder zugänglich sein.

Kompetenz und Verantwortung organisieren!

Drogenkonsum findet meist in der Gesellschaft anderer Menschen statt. Zur Unterstützung eines kontrollierten Konsumverhaltens fordern wir neben mündigen Individuen auch mündige Drogengemeinschaften. Diese sollten für sich eine verantwortungsvolle Drogenkultur entwickeln, das heißt verbindliche Regeln formulieren und nach diesen leben. Ferner halten wir es für sinnvoll, folgende selbstorganisierte Strukturen innerhalb der Drogengemeinschaften zu fördern:


   * Psychonautische Führung leitet den Drogenkonsum (gerade auch den
     Erstkonsum) an, das heißt sie führt denDie KonsumentIn aktiv durch
     den Trip, greift ein, wo es einzugreifen gilt und sorgt so für
     eine angenehme Rauscherfahrung. Sie sorgt dafür, dass der Konsum
     in angemessenem Rahmen stattfindet, die Grundbedürfnisse (Essen,
     Trinken, angenehme Temperatur, Lichtverhältnisse, Geräuschkulisse,
     Anwesenheit oder Abwesenheit anderer etc.) desDer KonsumentIn zu
     jeder Zeit erfüllt sind und er/sie sich wohl fühlt.
   * Tripsitting hat eine eher passive Rolle. Die TrippsitterInnen
     passen während des Trips auf denDie KonsumentIn auf und sind
     einfach für dieseN da.
   * Die psychedelische Ambulanz hingegen ist da, wenn etwas schief
     läuft und leistet psychedelische Ersthilfe. Dies kann bei
     Unverträglichkeit von Droge, Konsumform oder Konsumsituation,
     Überdosis und allgemeinem Unwohlsein notwendig sein.
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