Droge Alkohol in Gesellschaften und Kulturen
aus dem Wiki der GRÜNEN JUGEND
Seminarantrag
- Ort: Leipzig
- Datum: 11. - 13. Juli 2008
- Droge Alkohol in Gesellschaften und Kulturen
- Das Seminar soll den unterschiedlichen Umgang mit der Droge Alkohol in verschieden Gesellschaften, Kulturen und Zeitaltern vorstellen - angefangen von Saufgelagen im alten Ägypten über mittelalterliche und neuzeitliche Alkoholverbote bis hin zu heutigen vielfälltigen Alkohol(un)kulturen.
- Alkohol ist in unserem und auch in vielen anderen Ländern einen legalisierte Droge. Ihre Beliebtheit zog und zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und drückt sich in verschiedenen Bräuchen und Traditionen aus.
- Die Politik versucht durch Regulierung der Verhältnisse (Gesetze zur Verfügbarkeit, Jugendschutz, etc.) und des Verhaltens Missbrauchs- und Suchtprävention zu betreiben. Auf dem Seminar soll die ganze Palette an Möglichkeiten wie die Poiltik mit dem Thema Alkohol umging und umgeht beleuchtet werden. Die Bedeutung soziokultureller Einflüsse auf das individuelle Konsumverhalten soll ebenfalls erläutert werden. Ziel unserer Drogenpolitik und damit Alkoholpolitik ist eine drogenmündige Gesellschaft deren Individuen einen angemessenen Umgang mit der Droge Alkohol pflegen.
- Ebenfalls wollen wir die aktuellen Diskussionen zum Thema Alkoholpolitik - auch gerade aus Sicht Jugendlicher - aufgreifen, analysieren und Verbesserungsvorschläge erarbeiten.
- Alkohol - Prohibition
- Untouchables schauen
- Alkohol - Prohibition
- Drogen - Prohibition
- Warum wurden Drogen verboten
- vgl. Holzer (könnte mensch ja eigenlich einladen) und Globalisierte Drogenpolitik - Die protestantische Ethik und die Geschichte des Drogenverbots
- Warum wurden Drogen verboten
- Drogen - Prohibition
- Alkohol - Islam
- Referent Karl bzgl. Türkei etc.
- Alkohol - Islam
- Alkohol - Deutschland
- Kulturdrogen Alkohol und der Ballermann
- Wein
- MdB Undine Kurth, Kulturpolitik
- Alkohol, ein kulturhistorischer Abriss (am Beispiel von Europa)
- Alkohol - Deutschland
- Alkohol - Jugend
- Aktuelle Diskussionen
- Binge Drinking in den USA – Zur Frage der Übertragbarkeit eines Konzepts. In: Konturen – Fachzeitschrift zu Sucht und sozialen Fragen 5(2004)25., S. 40-44
- Was ist dran am Binge Drinking? Ein Konzept und seine Hintergründe. In: Dollinger, B., Schneider, W. (Hrsg.) (2004): Sucht als Prozess – Sozialwissenschaftliche Perspektiven für Forschung und Praxis. Verlag für Bildung und Wissenschaft, Berlin, S. 239-265
- What is going on with Binge or High Risk Drinking? An American concept and its Background
- Schlussfolgerungen für eine Übertragung auf deutsche Verhältnisse: "Deutlich wird, dass bei der Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Binge-Drinking-Konzept nicht allein der im Vergleich zu Deutschland sehr unterschiedliche soziokulturelle Hintergrund zur Umgangsweise mit Alkohol zu beachten ist"
- Alkohol - Jugend
- Drogen - Ostdeutschland
- Drobs Halle einladen zur Frage: Wie kam das Heroin in den Osten?
- Drogenkultur im Osten (Michael Kleim)
- Dokumentation der Fachtagung „Respekt ohne Filter“
- Drogen - Ostdeutschland
- Alkohol - Therapie
- Drogenhilfe-Info-Verbund Halle
- Ein Prosit der Sterblichkeit
- Harter Weg ins Trockene
- Landesfachgruppe Soziales der Grünen
- Alkohol - Therapie
Ziele
- Ziel 1: Den Teilnehmerinnen an dem Wochenende aufzeigen dass der Umgang mit einer Droge immer im Kontext der Gesellschaft und Kultur zu sehen ist.
- Ziel 2: Eine Artikelreihe zum Thema initiieren
- Ziel 3: Ein Buko Antrag "Alkohol und Jugend" initiieren
- Spezifisch, Messbar, Akzeptabel, Realistisch, Terminiert
Entwurf Positionspapier Alkoholpolitik
Einleitung
Bla über den Kontext
Droge Alkohol - Licht und Schatten
Alkohol ist nicht harmlos, aber auch ein Genußmittel
Fakten über Alkohol
Wer trinkt wieviel, was genau macht Alkohol im Körper, wie wird Alkohol abgebaut, Zahlen zu Produktion, Wirtschaftszweig Alkohol etc.
Begriffe
- Schädlicher Konsum
- Abhängigkeit
- Punktnüchternheit
- Fetales Alkoholsyndrom
Ziele
- Wie sieht "unsere" Gesellschaft im Umgang mit Alkohol aus?
- Drogenkompetenz, alkoholfreie "Zonen" (Bildungsorte, Arbeit, Kindheit, Straßenverkehr)
- Enttabuisierung Sucht / problematischer Konsum
Gesetze und Vorschriften
- Was gibt es heute schon
- JSchG
- Gaststättenrecht
- Wird es umgesetzt und kontrolliert?
- meistens Kommunen für zuständig, mangelnde personelle Ressourcen
- Kontrollen oft nur anlassbezogen, nicht stichprobenartig
- JSchG wird eher durchgesetzt als Gaststättenrecht, Strafen geschweige denn Konzessionsentzug totale Ausnahme
Alkohol & Wirtschaft und die Rolle der Alkoholindustrie
50% des Umsatzes macht die Alkoholindustrie durch den Konsum von Menschen mit einem mind. schädliches Konsummuster ...
- Werbeverbot? Sponsoringverbot?
- Besteuerung abhängig von Verhältnis Alkohol zu Zuckergehalt? Das wären dann nicht nur Alkopops, sondern auch Liköre, Biermischgetränke, Sangria etc.
Verantwortungsvoller Konsum
- x Gramm pro Tag
- finde ich eine total unpraktikable Lösung, obwohl es häufig propagiert wird.
- Schwangerschaft & Stillzeit
- in der Schwangerschaft wird ein allgemeines Alkoholverbot empfohlen, das aber wahrscheinlich kaum eine Frau durchhält
- noch schlimmer ist es in der Stillzeit, es gibt null verlässliche Informationen, wie schnell und in welcher Konzentration Alkohol in die Muttermilch übergeht, also schustern sich die Frauen eigene "Konzepte" zusammen
- Straßenverkehr
- Null Promille?
- Schule und Arbeit
Probleme
- 8 Liter pro Kopf und Jahr sind zuviel, weil 8000 / 365 > WHO Empfehlung für den täglichen Alkoholkonsum
- 50% des Alkohols wird von 10% der Konsumenten getrunken
- Rauschtrinken
- Chronische Schäden
- Akute Schäden
- Jugend
- Gibt es überhaupt mehr saufende Jugendliche?
- Prinzipiell zu unterscheiden:
- Risikominimierung (Zielgruppe v.a. Jugendliche und Jungerwachsene, Vermeidung von Überdosierung, Unfällen, Gewalttaten, sexuellen Übergriffen etc)
- Suchtprävention (Zielgruppe KonsumentInnen mit zu hohem/zu häufigem Konsum, psychischen Problemen etc)
- unerkannte Sucht. Süchtige haben durchschnittlich 15 Jahre lang Kontakt zu ihren HausärztInnen wg. Begleiterscheinungen (Herz-Kreislauf, Leberschäden, Verletzungen von Stürzen, Kopfschmerzen), bevor jemand die Diagnose "Alkoholsucht" stellt
Wege und Mittel
- Welche Mittel und Wege wir wollen
- Obligatorische Ausweiskontrollen beim Alkoholkauf
- In anderen Ländern völlig normal
- eingeschränkte Verkaufszeiten und -orte
- Ausschöpfung des Strafrahmens bei Verstößen durch Gewerbliche
- Höhere Steuern (s.o., evtl abhängig von Verhältnis Zucker zu Alkohol und Alkoholgehalt)
- Obligatorische Ausweiskontrollen beim Alkoholkauf
- Frühintervention
- Fortbildungen AllgemeinmedizinerInnen, Hebammen/Geburtshelfer, PersonalerInnen, ArbeitsvermittlerInnen
- ganz wichtig: Frühintervention bei Kindern alkoholabhängiger Eltern!
- Eltern, v.a. Mütter, sind leichter über ihre Kinder motivierbar
- Kinder von Alkoholabhängigen haben ein stark erhöhtes Risiko eine eigene Abhängigkeit zu entwickeln
- Welche Mittel und Wege wir nicht wollen
- Trinkverbote in der Öffentlichkeit, außer auf Spielplätzen
- Ausweitung Jugendschutzgesetz
- wo wir drüber reden müssen
- Abgabeverbot an Schwangere? Warnhinweise? Oder stigmatisiert das wieder mal einseitig Frauen und suggeriert durch perfektes Verhalten könnte man die Gesundheitsrisiken für sein Kind auf Null reduzieren?
- Abgabealter deutlich lesbar auf die Etiketten drucken
- Politik muss glaubwürdig und realitätstauglich sein
Möglichkeiten (Quelle DHS)
- Beeinflussung des Angebots von Alkohol durch Kontrolle des Zugangs und der Verfügbarkeit. Dies kann geschehen durch ein Staatsmonopol für Alkohol, Verkaufsbeschränkungen, Festlegung eines Mindestalter für Kauf und Konsum von Alkohol.
- Beeinflussung der Nachfrage nach Alkohol durch Steuern, Preisgestaltung, Regelungen für Werbung und Marketing sowie durch Aufklärung.
- Zielgruppenspezifische Interventionen für Jugendliche und Schwangere.
- Behandlung von Alkoholkranken und Frühintervention.
- Maßnahmen gegen Alkohol im Straßenverkehr.
- Maßnahmen gegen Alkohol am Arbeitsplatz.
Wirksamkeit von Alkoholkontrollpolitk (Quelle DHS, Was ist Alkoholkontrollpolitik)
Alkoholpolitische Maßnahmen können nach verschiedenen Kriterien beurteilt werden: z.B. danach, wie teuer sie sind oder wie viel öffentliche Unterstützung sie erfahren. Das Hauptkriterium aber sollte sein, wie wirksam sie dazu beitragen, alkoholbedingte Schäden zu verhindern oder zu reduzieren. Die folgende Tabelle [Quelle: Fact sheet „Alcohol Policies�, Institute of Alcohol Studies, London, http://www.ias.org.uk/resources/factsheets/policies.pdf] zeigt eine Reihe von Interventionsmöglichkeiten, dabei bedeutet +++ höchste Wirksamkeit, ■niedrigste Wirksamkeit und ? Wirkung unbekannt. Wichtig ist hierbei, dass nicht einzelne Programme bewertet werden, sondern die bevölkerungsbezogene Breitenwirkung.
Maßnahmen und Interventionen Wirksamkeit
- Regulierung der Verfügbarkeit von Alkohol
- Mindestalter für den Erwerb von Alkohol +++
- Regierungsmonopol für den Einzelhandelsverkauf +++
- Beschränkung der Verkaufszeiten ++
- Steuern und Preisgestaltung
- Alkoholsteuern +++
- Veränderung der Trinkumgebung
- Kein Ausschank an betrunkene Gäste ++
- Freiwillige Verhaltenskodexe â–
- Stärkere Regulierung von Schanklizenzen und Rechtlichen Auflagen ++
- Promotion von alkoholfreien Aktivitäten und Events â–
- Bildung und Aufklärung
- Aufklärungsunterricht in Schulen â–
- Öffentliche Aufklärungskampagnen â–
- Warnhinweise â–
- Regulierung der Alkoholwerbung
- Werbeverbote +
- Kontrolle von Werbeinhalten ?
- Maßnahmen gegen Alkohol am Steuer
- Zufallsatemtest +++
- Niedrige Promillegrenze +++
- Niedrigere Promillegrenzen für junge Fahranfänger („0 Toleranz“ ) +++
- Führerscheinentzug für Alkoholsünder ++
- „Wer-fährt-Programme“ â–
- Behandlung und Frühintervention
- Kurzinterventionen bei Menschen mit risikoreichem Alkoholkonsum ++
- Entgiftung und Entwöhnung +
- Selbsthilfe +
- Pflichtkurse für wiederholte Alkoholsünder im Straßenverkehr +
Was meinen andere
"Aus Sicht der DHS fehlen jedoch gerade die Maßnahmen, die sich als besonders wirkungsvoll bei der Reduzierung alkoholbedingter Schäden erwiesen haben. Diese zielen auf die Verfügbarkeit von Alkohol ab, wie z.B. Verkaufsbeschränkungen (kein Verkauf rund um die Uhr, Verkauf nur durch lizenzierte Stellen) und Preisgestaltung durch Steuererhöhungen."
Aktionsideen
- 15 / 17 Jährige Bier / Schnaps kaufen schicken und mit dem Ergebnis "Kontrollen mangelhaft / nicht vorhanden" zum Bürgermeister gehen, der dafür verantwortlich wäre
- Die Eltern der Person sollten informiert sein
- In kleinen Orten kann versucht werden alle Verkaufsstellen zu checken
- Betrunken was zu trinken bestellen, der Wirt darf euch eigentlich nix mehr verkaufen
Quellen
Informationen zu Alkoholpolitik
- Fact sheet „Alcohol Policies�, Institute of Alcohol Studies, London - Über die Wirksamkeit von einzelnen politischen Insturmenten
- Offener Brief der Grünen Jugend an Dr. Harald Terpe
- Argumentationspapier "Alkoholverbot für unter 18-jährige Jugendliche ist keine Lösung"
- Koma-Saufen und "Flatrate-Partys" sind ein ernstzunehmendes Problem für einen verantwortlichen Jugendschutz. Jugendlichen droht beim exzessiven Alkoholkonsum Vergiftungsgefahr statt Freizeitspaß. Gleichzeitig ist eine Versachlichung statt Dramatisierung oder Bagatellisierung der Debatte erforderlich. In einem vom Arbeitskreis 5 der Bundestagsfraktion beschlossen Argumentationspapier sind unsere Vorschläge zusammengefaßt.
- Das Papier der Grünen BTF
- Noch mehr: http://www.harald-terpe; http://www.kai-gehring.de; http://www.marcusbocklet.de; http://www.gruene-bundestag.de; http://www.gruene-fraktion-hessen.de; http://www.katja-husen.de
Wikipedia
- http://de.wikipedia.org/wiki/Alkohol
- http://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholkrankheit
- http://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholvergiftung
- http://de.wikipedia.org/wiki/Kater_(Alkohol)
- http://de.wikipedia.org/wiki/Alcotest
- Alkohol: Platz 5 in der Rangfolge der gefährlichsten Drogen
"Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze"
Auch wenn die Aktionswoche "Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze" (http://www.suchtwoche.de/) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) inzwischen rum ist, hier die Beschreibung und Downloadmöglichkeit von drei Materialien der Aktion, die euch vielleicht auch interessieren:
"Die Aktionszeitung „Flaschenpost“ wurde als Verteilmaterial für die Veranstalter der Suchtwoche 2007 | „Alkohol – Verantwortung setzt die Grenze“ konzipiert und steht jetzt zur Verfügung: 16 Seiten im handlichen Format, durchgängig vierfarbig gedruckt und vielen Informationen rund um den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Die Mittelseiten (Sie sind so gestaltet, dass sie beidseitig auch als Plakat genutzt werden können.) enthalten den Selbsttest und auf der Rückseite die 10 wichtigsten Regeln für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol und die wichtige Informationen zum Thema Alkohol und Gesundheit."
"Selbsttest - Z-Card Hier finden Sie den Selbsttest zur Überprüfung des eigenen Alkoholkonsums. Er ist ein echter Hingucker und sehr gut zur Weitergabe geeignet."
"Alles klar ?! Tipps & Informationen für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Mit Selbst-Test."
Weitere Informationen der DHS
Pressemeldungen zum Wissenschaftlichen Symposium "Alkohol in Deutschland und Europa"
- Alkohol in Deutschland und Europa
- Grenzwerte für Alkoholkonsum neu festgelegt
- Empfehlungen zu Grenzwerten für den Konsum alkoholischer Getränke des Kuratoriums der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)
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http://de.wikipedia.org/wiki/Alkopop http://www.lifepr.de/pressemeldungen/deutscher-brauer-bund-ev/boxid-11518.html http://de.wikipedia.org/wiki/Reinheitsgebot http://drogenbeauftragte.de/ http://en.wikipedia.org/wiki/Alcoholic_beverage_control_state
