(selbstorganisierte) (Drogen-)Prävention bei Jugendlichen
aus dem Wiki der GRÜNEN JUGEND
Inhaltsverzeichnis |
Das können wir selbst am Besten! Selbstorganisierte Drogenprävention für und durch Jugendliche
Eine Veranstaltung des AK Drogen der GJ BaWü und der Fachforen Bildung und Drogen der GJ Bundesverband
Legale und illegalisierte Drogen gehören zweifelsfrei zum Alltag von Jugendlichen. Auch wenn die Jugendlichen nur einen kleinen Teil der Drogenkonsumenten in unserer Gesellschaft ausmachen, steht der Schutz der Jugend vor Sucht und anderen negativen Folgen von Drogenkonsum permanent im drogenpolitischen Fokus. Es gab und gibt unterschiedlichste Präventionsansätze: Von Angst und der Forderung nach absoluter Abstinenz über substanzbezogenene Aufklärung bis hin zu einer, den Drogenkonsum akzeptierenden, Förderung von Lebenskompetenzen.
Auf dem Seminar "Selbstorganisierte Drogenprävention für und durch Jugendliche" wollen wir als Jugendliche uns über moderne Ansätze in der Drogenprävention und selbstorganisiertes Lernen und Lehren informieren und darüber diskutieren. Daraus entwickeln wir eigene Ideen und Konzepte zum Thema Suchtprävention und einem mündigen und selbstbestimmten Umgang mit Drogen für uns und für die Weitergabe an andere Jugendliche.
Nach Bedarf soll es Informationen zu den einzelnen Substanzen geben. Das Ziel ist es Tipps und Regeln für Jugendliche zu erarbeiten, die ihnen bei ihrem alltäglichen Umgang mit Drogen helfen sollen. Um die Informationen möglich weit zu verteilen, sollen die Jugendliche selbst motiviert werden sie weiterzutragen. Drogenkonsum findet fast immer in Gesellschaft von Freunden und Bekannten statt. Dort sollen die Jugendlichen ihr Wissen anwenden und auch weitergeben. Informationen von Jugendliche für Jugendliche heißt Schlüsselkomponente dieses Seminars.
Eine weitere Komponente wird die Analyse und Diskussion klassischer, staatlicher Drogenprävention sein. Hier wollen wir unsere Stimme erheben und über einen Leserbrief Feedback an die Autoren geben, was wir als Zielgruppe von ihren Vorstellungen halten.
Wir haben Brigitte Lösch (MdL, Drogenpolitische Sprecherin & Vorsitzende des Sozialausschusses) einladen, sie wird uns etwas zu ihren eigenen Erfahrungen im Bezug auf Drogenprävention in Praxis und Politik erzählen und uns einen Einblick über die Situation von KonsumentInnen geben.
Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen, spannende Diskussionen und eine gute Zusammenarbeit.
- Das FaFo Bildung (Paulina, Martin & Rieke), das FaFo Drogen (Maximilian, Sophia & Christina) und die GRÜNE JUGEND BaWü (Oliver)
Rahmendaten
- Ort: Karlsruhe
- Datum 7. März, 18 Uhr bis 9. März, 19 Uhr
- Anmeldelink auf gruene-jugend.de
Fahrtkosten
- Mitglieder der GJ BaWü erhalten Fahrtkostenerstattung
- Mitglieder anderer Landesverbände müssen sich ihre Fahrtkostenerstattung selbstorganisierten. Die Erfahrung zeigt dass viele Landesvorstände bereit sind die Fahrtkosten vor einige Personen zu übernehmen, ansonsten könnt ihr es auch bei eurem GJ oder altgrünen Kreisverband versuchen.
Intere Informationen
- Kosten
- Fahrtkosten
- GJ BaWü Mitglieder
- GJ BV FF Koord. (anfragen)
- GJ Mitglieder aus anderen Landesverbänden fragen ihren LaVo, vgl. GJ Bayern und RLP beim letzten Mal
- Unterkunft und Referentinnen
- GJ BaWü
- Fahrtkosten
Tagesordnung
- Freitag
- 18 Uhr Abendessen und Kennenlernen
- 19 Uhr Einstieg mit Brigitte Lösch, MdL (Vorsitzende des Sozialausschusses im baden-württembergischen Landtag)
- 20 Uhr ?Analyse eines Schulfilmes über Drogenprävention?
- 21 Uhr Feierabend
- Samstag
- 7:30 Uhr Frühstück
- 8:30 Uhr Planung des Tages
- 9:00 Uhr Inhalte I = Selbst organisiertes Lernen und Lehren
- 11 Uhr Inhalte II = Drogenmündigkeit
- 12 Uhr Mittagessen
- 13 Uhr Gemeinsames Arbeiten I
- 18 Uhr Abendessen
- 19 Uhr Gemeinsames Arbeiten II
- 21 Uhr FEIERabend
- Sonntag
- 7:30 Uhr Frühstück
- 8:30 Uhr Gemeinsames Arbeiten III
- 12 Uhr Mittagessen
- 13 Uhr Feedbackrunde und Abreise
- Gemeinsames Arbeiten I
- bla
- Gemeinsames Arbeiten II
- bla
- Gemeinsames Arbeiten III
- bla
Aufgaben
- BaWü (Oli) Orga
- Referentin "Selbst organisiertes Lernen" Rieke
- Referentin "Drogenprävention" Max
- Teilnehmerinnen: 20
Inhalte
Brigitte Lösch
Staatliche Drogenprävention
- Material
- Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei (GdP)
- Film?
- Referent?
- http://www.lka.niedersachsen.de/praevention/
- Analyse / Gesprächsvor- und nachbereitung
Selbstorganisierten Lernen und Lehren
- Peer Education statt Aufklärung und Information durch staatliche Initiativen und Kampagnen
- “Peer Education�
- = Jugendliche lernen und lehren voneinander im Alltagsleben
- = institutionalisierter Nutzung entwicklungspsychologischer Prozesse
- = effektiver als Maßnahmen von Außen
- = funktioniert über Rollenmodelle und Normen, vorgelebt durch die Peer Leaders
- = Erziehung von jungen Menschen durch junge Menschen
- Mündigkeit erreichen und weitergeben
- Hierarchiearm, Gleichberechtigung
Drogenprävention / Drogenmündigkeit
In einem Land, in dem Drogenprävention für Jugendliche an Schule noch immer von Polizisten oder überzeugten Abstinenzlern (wirkliche und solche im Kopf bzgl. illegalisierten Drogen) geleistet wird, braucht es niemanden zu wundern dass Drogenmündigkeit für alle als ein sehr fernes Ziel erscheint.
- Drogenführerscheine
- Just say no? Just say know! Just say!
- Safer Use
- Was ist eigentlich Drogenprävention? Begriff und seine möglichen Inhalte klären
- Prävention = Gesundheit != nicht krank
- Prävention ist nicht nur Medizin
- Langfristig
- Drogenmündigkeit: sich eigenständig in vielfältigen Alltagssituationen orientieren und zu jeweils angemessenen Formen im Umgang mit Drogen finden zu können.
- Was ist angemessen -> Gesellschaftliche Diskussion
- Ritual, Risikoverhalten und Regelentwicklung beim jugendlichen Drogengebrauch
- Orientierungs- und Ordnungsfunktion
- Leitbilder für risikoarme Konsumformen
- Best-Practice-Vorbilder als Bedingung für nicht-abhängige Konsumformen
- Herausforderung für soziale Kontrolle innerhalb von User-Gruppen
- Rituale: In Gruppen vermittelte Praktiken über Drogengebrauch (z.B. Applikationsformen) + soziale Sanktionen bei Übertretung (Ausschluss aus Gruppen) " < selbstorganisierter‘ Prozess
- Selbstorganisation versus Pädagogik
- Jenseits von „Be smart, don‘t start“: Regeln über risikoärmere Gebrauchsformen
- Ziele: Differenzierung Best-Practice und Worst-Practice (Harm-Reduction)
- Leitbilder für risikoarme Konsumformen
Der Output
- Analyse
- Leitfaden für sich und andere
Dazu gehört u.a. unsere Freunde und Kollegen anzuregen über Fragen wie die folgenden Nachzudenken, zu diskutieren und gemeinsam Antworten zu finden:
- Warum nehme ich Drogen?
- Wie genieße ich Drogen?
- Wie bewerte ich das Risiko von Drogen?
- Wie kritisch bin ich bei meinem eigenen Konsum?
- Wann sollte lieber nicht konsumieren?
- An welche Regeln halte ich mich, wenn ich Drogen konsumiere?
- Habe ich meinen Konsum unter Kontrolle?
Gemeinsames Arbeiten
- Materialkoffer?
Was wollen wir?
- „Ich will lernen, was ich gegen Sucht und Drogenprobleme machen kann.“
- „Ich will anderen helfen können, wenn sie mich um Rat fragen.“
- „Ich will lernen, wie ich am besten helfen kann.“
- „Ich will lernen, mit anderen richtig zu sprechen.“
- „Ich will Neues und Interessantes erfahren.“
- „Ich will anderen Unterricht erleben.“
- „Ich möchte mein Wissen anderen Schülern zeigen können.“
- „Ich möchte, dass das Projekt erfolgreich ist
Wie arbeiten wir?
- Arbeitsregeln
- Atmosphäre
Verschiedenes
- Nach dem Wochenende?
Ziele
- Ein für die Praxis z.B. in der GJ anwendbaren Output produzieren
- Analyse konventioneller staatliche "Drogenprävention"
- Leserbrief / Feedback für die Polizei
- Für Teilnehmerinnen: Basiswissen im Bereich selbstorganisiertes Lernen und Lehren & Drogenmündigkeit vermitteln
- Motivation: Mündigkeit staat Abhängigkeit vom Staat
Brainstorming auf der TK
- Seminar wird in Kooperation mit dem Landesverband Baden-Württemberg statt finden
- Wir wollen eine/n ReferentIn zu dem Thema selbst organisiertes Lernen/selbst organisierte Drogenprävention organisieren, die/der uns referieren kann, in wie weit es Möglich ist, dass mensch sich selbst den Umgang mit Drogen (auch im weiteren Sinne Medikamente) aneignen kann.
